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Kanna als Booster-Zutat: Karriere einer Rauschpflanze

Die krautige Pflanze Kanna ist als „legales Kokain“ berüchtigt – kein Wunder, dass sie Bestandteil zahlreicher Hardcore-Booster ist. Wir erklären, was es mit Kanna auf sich hat.

Studiert man bei den beliebtesten Hardcore-Boostern der neuesten Generation die Inhaltsstoffe, so stößt man nicht selten auf den Eintrag „Kanna-Extrakt (Sceletium Tortuosum)“, ergänzt um ein Mischungsverhältnis (z. B. „20:1“). Warum findet dieser Inhaltsstoff bei der Herstellung von stimulierenden Supplementen so oft Verwendung? Ganz einfach: Weil Kanna eine hochwirksame psychoaktive Substanz ist. Und zwar eine, die legal verkauft, erworben und konsumiert werden darf (jedenfalls in den meisten Ländern).

 

Beschreibung und Herkunft

Die Kanna-Pflanze (biol. Sceletium Tortuosum) stammt aus Südafrika. Sie wird von den Einheimischen geschnupft, gekaut oder geraucht, was jeweils eine berauschende Wirkung hat. In geringer Dosierung beruhigt Kanna, in hoher Dosierung wirkt Kanna euphorisierend, aktivierend und leistungssteigernd. Außer einer jahrhundertelangen Vergangenheit als stark wirksames Naturheilmittel hat die Pflanze auch den Ruf, ein Kokain-Pendant zu sein. Das ist insofern nicht ganz zutreffend, als der Wirkstoff im direkten Vergleich deutlich schwächer als der Wirkstoff der Koka-Pflanze ist – dafür ist er aber auch nicht annähernd so suchterzeugend.

 

Psyschische und physische Wirkung

Die Hauptbestandteile der Kanna-Pflanze sind die Alkaloide Mesembin, Mesembrenin und Tortuosamin. Diese sind Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, d. h., sie blockieren den Transport des Botenstoffs Serotonin im Organismus. Als Folge davon schüttet das Gehirn große Mengen davon aus. Das hat einen angstlösenden, nervositätssenkenden und stimmungsaufhellenden Effekt. Je größer die konsumierte Menge ist, desto stimulierender ist die Wirkung: In höheren Dosen eingenommen, wirkt Kanna schmerzdämpfend, luststeigernd und euphorisierend. Die Aktionsbereitschaft erhöht sich unter Kanna-Einwirkung deutlich, der Körper ist kurzzeitig leistungsfähiger. Das gilt auch für geistige Arbeit: Kanna verbessert die Konzentrationsfähigkeit.

 

Verwendung in Hardcore-Boostern und in anderen Supplementen

Für die Hersteller von Boostern ist insbesondere die euphorisierende und leistungssteigernde Wirkung interessant. So setzt zum Beispiel der Hersteller Psycho Pharma bei seinem Hardcore-Booster „Edge of Insanity“ auf Kanna als Rezepturbestandteil. Des Weiteren hat er das Supplement „Kanna-Z“ im Programm, das praktisch ausschließlich Kanna-Extrakt enthält. „Kanna-Z“ ist jedoch kein Booster, sondern ein sogenannter „Mood Enhancer“ – also ein Stimmungsaufheller. Er steigert das Selbstvertrauen, vertreibt irrationale Ängste und ist auch als Anti-Depressivum einsetzbar. Natürlich gibt es aber noch andere Supplemente-Hersteller, die Kanna verwenden.

 

Legalität und Nebenwirkungen

Kanna fällt in Deutschland nicht unter das BtmG; es darf frei verkauft werden. Beim Führen von Fahrzeugen oder Maschinen ist allerdings Vorsicht geboten: Verursacht man unter dem Einfluss von Kanna einen Unfall, so kann einem der Konsum, ähnlich wie der Konsum von Cannabis in so einem Fall, negativ ausgelegt werden. Die möglichen Nebenwirkungen beschränken sich auf Kopfschmerzen, Schwindel oder Magenprobleme. Bei extremer Überdosierung sind auch Halluzinationen möglich. Achtung in Bezug auf Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Kanna darf nicht mit anderen psychoaktiven Substanzen (Alkohol, Cannabis etc.) kombiniert werden, schon gar nicht mit MAO-Hemmern wie etwa Antidepressiva. Es kann sonst zum gefährlichen Serotoninsyndrom kommen.

 

Bezugsquellen

Wo kann man Supplemente, die Kanna enthalten, kaufen? Hier bei uns im Shop! Klick dich ins Angebot.

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